AAT - Training
AAT® - Trainingsgruppe - Anti-Aggressivitätstraining
"Der Gewalt auszuweichen, ist Stärke." - Laotse
Gewalt ist ein Problem, das unsere Gesellschaft betrifft und oft mit Machtmissbrauch und dem Versuch, Konflikte zu dominieren, verbunden ist. Anfangs mag Gewalt eine scheinbare Lösung für eine Situation bieten, sie scheint "Ruhe" zu bringen oder die Angelegenheit "geklärt" zu haben. Menschen, die an Gewalttaten beteiligt sind, benötigen effektive Konzepte, die gesellschaftliche, politische und institutionelle Faktoren ebenso berücksichtigen wie individuelle Erfahrungen und Hintergründe.
Unsere AAT®-Trainingsgruppe ist spezialisiert auf Anti-Aggressivitäts-Training und bietet eine gezielte, sozialpädagogische und psychologische Maßnahme für Gewalttäter. Der Fokus liegt auf einer direkten Auseinandersetzung mit den begangenen Taten.
Unsere Trainingsgruppe ist eine einzigartige Kombination aus Therapie und Sozialtraining. Ursprünglich entwickelt 1986 in der Jugendanstalt Hameln von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe (u.a. mit Professor Dr. Jens Weidner), basiert es auf lerntheoretischen und kognitiven Ansätzen sowie Erkenntnissen aus den Bereichen Aggressions- und Kriminalitätstheorien.
Unser Ansatz beruht auf einem optimistischen Menschenbild. Die Teilnehmer arbeiten mit engagierten Trainern zusammen, die ihre Bemühungen, das Verhalten zu ändern, ernst nehmen. Respekt, sowohl füreinander als auch für die Auseinandersetzung mit den begangenen Taten, sind von zentraler Bedeutung.
Das AAT®-Training ist für Jugendliche, Heranwachsende und junge Erwachsene geeignet, die bereits straffällig geworden sind oder zu Gewalt neigen. Die Teilnahme erfolgt in der Regel auf gerichtliche Anordnung oder als Bewährungsauflage nach vorheriger Auswahl in Absprache mit der Jugendgerichtshilfe und Jugendgerichten.
Klare Ausschlusskriterien sind Sexualstraftaten, organisierte Kriminalität sowie das vorliegen einer Abhängigkeit.
Rahmen:
- Zielgruppe: Gewaltbereite Mehrfachtäter im Alter von 14 - 21 Jahren, die gewillt sind, ihr Verhalten zu ändern.
- 6 - 12 Teilnehmer in einer geschlossenen Gruppe.
- Mehrstündige Gruppensitzungen pro Woche, begleitet von Einzelgesprächen.
- Insgesamt etwa 90 Stunden Training über einen Zeitraum von einem halben Jahr.
Inhalt:
- Einzelinterviews
- Analyse der Auslöser für Aggression und Rechtfertigungen von Gewalt
- Konfrontation mit den Taten und Provokationstests
- Briefe und Filme von Opfern zur Förderung von Empathie
- Briefe an gewaltverherrlichende Gleichaltrige zur Distanzierung
- Erlernen von Techniken zur Selbstakzeptanz und emotionalen Selbstkontrolle
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Gemeinsam setzen wir ein Zeichen gegen Gewalt und arbeiten an einer positiven Veränderung für Kinder und Jugendliche.